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Gemeinsam in eine klimaneutrale Energiezukunft

Wasserstoffstrategie der AVU Netz

Die AVU Netz gestaltet aktiv die Transformation der Gasversorgung hin zu einem CO₂-neutralen Energiesystem.  Ziel ist es, Industrie, Gewerbe und perspektivisch auch Teile der Wärmeversorgung mit klimafreundlichen Energieträgern zu versorgen. Wasserstoff wird dabei eine zentrale Rolle spielen.

Warum Wasserstoff?

Wasserstoff ist ein wichtiger Baustein der Energiewende:

  • CO₂-freier Energieträger bei Nutzung von grünem Wasserstoff
  • Langfristig speicherbar und transportfähig
  • Besonders geeignet für Industrieprozesse mit hohen Temperaturen
  • Ergänzung zur Elektrifizierung im Wärmesektor
  • Mögliche Anwendungsbereiche in der Mobilität, insbesondere im Güterverkehr

Da Verfügbarkeit, Preise und politische Rahmenbedingungen sich dynamisch entwickeln, wird unsere Strategie regelmäßig überprüft und angepasst.

Anschluss an das Wasserstoff-Kernnetz

Die Region Ennepe-Ruhr soll frühzeitig an das bundesweite Wasserstoff-Kernnetz angeschlossen werden, das derzeit von den Fernnetzbetreibern aufgebaut wird. Weitere Informationen zum Wasserstoff-Kernnetz finden Sie hier: 

Zur Seite des Wasserstoff-Kernnetzes →

Geplant sind mehrere Netzkopplungspunkte:

  • Im Süden des Versorgungsgebietes wird eine bestehende Gastransportleitung der Open Grid Europe (OGE) von L-Gas auf H₂ umgestellt an der voraussichtlich ab 2032 der erste Wasserstoff bezogen werden kann.  
  • Im Norden des Versorgungsgebiets plant Thyssengas als ein weiterer Fernnetzbetreiber den Neubau einer Transportleitung von Recklinghausen nach Leverkusen, die den Ennepe-Ruhr-Kreis im Bereich Sprockhövel und Hattingen durchqueren soll. AVU und Thyssengas stehen im Austausch zur Planung möglicher Anschlusspunkte, für die Inbetriebnahme wird die zweite Hälfte der 2030er Jahre angestrebt. 

Damit schaffen wir die Voraussetzung, größere Mengen Wasserstoff in die Region zu transportieren.

Wer wird künftig mit Wasserstoff versorgt?

Industrie und Gewerbe

Industrie- und Gewerbekunden erwarten wir:

  • Bedarfe für molekulare Energieträger auch über 2045 hinaus
  • Sinken des Energiebedarfs durch Effizienzsteigerung und Strukturwandel
  • Elektrifizierung von Teilen der Produktionsprozesse 
  • Umstellung von Teilen der Produktionsprozesse von Erdgas auf Wasserstoff, sobald verfügbar

Private Haushalte

Im Wärmemarkt erwarten wir:

  • Elektrifizierung von großen Teilen der Wärmeversorgung (z. B. Wärmepumpen)
  • Aufbau von lokalen Wärmenetzen vor allem in städtischen Bereichen
  • Wasserstoff als mögliche Lösung zur Versorgung der Wärmenetze

 

Aktuelle Planungen gehen davon aus, dass perspektivisch auch Teile des heutigen Gasbedarfs im Haushaltsbereich durch Wasserstoff ersetzt werden könnten – abhängig von der kommunalen Wärmeplanung, die die Kommunen bis Juli 2028 erstellen müssen. 

Planung eines Wasserstoff-Zielnetzes

Auf Basis der bestehenden Gasinfrastruktur entwickelt AVU Netz ein zukünftiges Wasserstoffnetz für die Region.

Schwerpunkte:

  • Weiterverwendung geeigneter bestehender Leitungen
  • Sicherstellung der Industrieversorgung
  • Integration möglicher Wärmeanwendungen
  • Abstimmung mit der kommunalen Wärmeplanung
  • Entwicklung eines Transformationspfades anhand der politischen Rahmenbedingungen und Entwicklungen

Besonders wichtig:
Im Versorgungsgebiet sind über 70 % der Gebäude an das Gasnetz angeschlossen – deutlich mehr als im Bundesdurchschnitt. Deshalb ist eine sorgfältige Planung entscheidend.

Grüner Wasserstoff-Campus

Energie von morgen – schon heute erleben
Am Wasserstoff-Campus auf dem Betriebsgelände der AVU Netz wird gezeigt, wie klimafreundliche Energieversorgung in der
Praxis funktioniert: Aus Sonnenstrom wird mittels Elektrolyse grüner Wasserstoff erzeugt. Dieser wird gespeichert und
für Wärme genutzt. Dabei werden in kleinem Maßstab Technologien eingesetzt, die in einem zukünftigen Versorgungssystem angewendet werden können.

Unser Pilotprojekt:

Praktische Erfahrungen sammeln

Mit einer eigenen Versuchsanlage sammelt AVU Netz praktische Erfahrungen:

  • Erzeugung von grünem Wasserstoff mittels Elektrolyse und eigener PV-Anlage
  • Speicherung des Wasserstoffs
  • Einspeisung in ein Test-Leitungssystem
  • Nutzung in einer wasserstoffbetriebenen Therme

Ziel ist es,

  • Technik und Betrieb real zu testen
  • Mitarbeitende zu qualifizieren
  • Entscheidungsträgern und anderen Interessierten die Zukunftstechnologie anschaulich zu machen

Die Inbetriebnahme des H₂-Campus erfolgte im Frühjahr 2025.

 

Eigene BeDarfe Melden

Unternehmen können ihren zukünftigen Wasserstoffbedarf bereits heute über ein Online-Portal melden.
Die Meldung eines Bedarfs ist unkompliziert möglich, unverbindlich und kann jederzeit angepasst werden. Die Angaben sind dennoch hilfreich, Infrastruktur und Netze frühzeitig und bedarfsgerecht zu planen. 

Diese georeferenzierten Daten helfen dabei:

  • Infrastruktur gezielt zu planen
  • Netze effizient auszubauen
  • Investitionen bedarfsgerecht zu steuern

Unser Anspruch

Die Transformation der Energieversorgung ist eine langfristige Aufgabe.
AVU Netz verfolgt dabei das Ziel: Versorgungssicherheit erhalten – Klimaschutz ermöglichen – Infrastruktur zukunftsfähig machen.

Haben Sie Fragen oder Anmerkungen

Schreiben Sie uns an: zukunftsthema@avu-netz.de